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Haferlschuhe
Nein, der Haferlschuh, liebevoll von den Bayern auch "Hafalschua" genannt, hat nichts mit dem Hafer zu tun. Der robuste Haferlschuh, der zur Tracht getragen wird, hat seinen Namen von den Briten. Sie waren im 19. Jahrhundert auf ihren Reisen in die deutschen und österreichischen Alpen so begeistert von den Bergschuhen, die den Einheimischen als Arbeitsschuhe dienten,dass sie einige Modelle mit "hoam" (nach Hause) nahmen.Modisch abgewandelt brachten die Engländer sie in die ganze Welt und nannten die Halbschuhe „half shoe“. Daraus wurde eingedeutscht Haferl und schon hatten die Haferl-Schuhe den Namen, den sie heute noch tragen. Die hohe Fersenkappe, der Ausschnitt im Knöchelbereich, die Spitze in Schiffchenform und die Orientierung beim Entwurf an der Hufe einer Gemse sollten den Schuh trittfest machen und trotzdem bestmögliche Beweglichkeit bei der Arbeit in den Bergen garantieren. Nucht nur für Herren gibt es verschiedene Modelle, auch die Damen sollten einen Blick wagen.

