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Farben

Lexikon



Armriegel

Der lässige Look der hochgekrempelten Ärmel beim Trachtenhemd entsteht durch den schmalen Stoffriegel, auf der Höhe des Oberarms platziert, der sich mit der Innenseite vom Krempelarm verbinden lässt, auch Armriegel genannt. Es gibt ihn in verschiedenen Ausführungen von schlicht und funktional bis zu reich bestickt oder bedruckt, um dem Trachtenhemd eine besondere Note zu verleihen.

Ausputz oder Auszier

Unter Ausputz versteht man alles, was das traditionelle Outfit schmückt, also verschiedene Bänder, Schnüre, Spitzen, Stickereien, Pailletten, Federn, Flitter oder Tücher. In früheren Zeiten nannte man den Ausputz auch Galanterie- oder Putzwaren. Er eignet sich besonders dazu, der Tracht eine persönliche Note zu verleihen und auch schlichten Varianten ein wenig Individualität und Einzigartigkeit zu erlauben.

Balkonett Dirndl

Das Balkonett Dirndl setzt aufgrund seines typisch reizvollen Ausschnitts das Dekolleté der Dame perfekt in Szene. Durch ihren Schnitt betont diese Trachtenmode besonders die Weiblichkeit und ist daher sehr beliebt in der Frauenwelt. Die weiblichen Reize werden dezent hervorgehoben, Kurven unterstrichen und Problemzonen versteckt. Gekennzeichnet ist das Balkonett Dirndl durch seinen eckigen, tiefen Ausschnitt, der oft mit farbigen Borten oder Stickereien verziert wird.

Bayerische Trachten

Als bayerische Tracht wird ursprünglich die oberbayerische Gebirgstracht verstanden, mit dem Dirndl für die Damen und der Lederhosen für die Herren. Ihr Erhalt wird in vielen Vereinen und Verbänden gewissenhaft gepflegt und weitergetragen. Die bayerische Tracht weist eine Vielzahl an Varianten auf, wie z.B. die Miesbacher oder die Werdenfelser Tracht, die als klassische Vorbilder für den Ursprung der bayerischen Tracht gelten.

Borte

Eine Borte oder auch Bordüre ist ein verziertes Bandgewebe, teilweise bestickt, mit Perlen oder Pailletten geschmückt, die in der Trachtenmode eine bedeutende Rolle spielen. Ausschnitte, Bünde und Nahtstellen werden durch die dekorativen Bänder einzigartig und verleihen dem Dirndl eine besondere Note. Ob in schlichten Unitönen gehalten oder reich verziert und bestickt, die Borte lässt selbst ein schlichtes Kleid in Glanz erstrahlen.

Bscheisserl

Sichtbarer Teil der Bluse im Ausschnitt des Dirndls (Platz um sich beim Essen anzukleckern).

Charivari

Der Ursprung dieses „Accessoires“ liegt in der Jagdwelt. In früheren Zeiten sollte der Charivari-Anhänger, der an der Hosentür der Lederhosen befestigt wird, die anstehende Jagd als Talisman erfolgreich machen. Die traditionell gefertigte Schmuckkette bestand aus unterschiedlichsten Gegenständen, wie zum Beispiel Medaillen, Hornstücken oder auch Zähnen von erlegten Jagdtieren. Heute ist die aufwendig gestaltete Kette feiner und filigraner geworden und steht auch der Damenwelt als Schmuckstück zur Verfügung.

Chiemseer Dirndl

Das Chiemseer oder auch Chiemgauer Dirndl genannt, bestand ursprünglich aus einem schwarzen Kleid, dessen Ausschnitt mit Rüschen, Spitze oder sonstigem verziert war. Das Seidentuch am Halsausschnitt, die Kropfkette, die schwarzen Seidenstrümpfe und die Spangenschuhe kennzeichnen das traditionsreiche Dirndlmodell. Auch heute wird es in Trachtenvereinen der Region Chiemgau noch angefertigt und getragen. Im alltäglichen, nicht wirklich professionellen Sprachgebrauch verwendet man den Ausdruck Chiemseer Dirndl oft für ein züchtiges, traditionelles Trachtenoutfit.

Dirndl

Was ist dieses berühmte Kleid, das die „Madel“ auf dem Oktoberfest allesamt tragen? – Das Dirndl ist Bestandteil der deutschen und österreichischen Tracht und besticht durch seinen extrem femininen Schnitt, der Problemzonen versteckt und gleichzeitig die weiblichen Reize in Szene setzt. Ursprünglich als Dirndlgewand bezeichnet, besteht es aus einem Kleid mit Mieder, einer weit ausgeschnittenen Bluse, einem locker fallenden Rock und einer dekorativen Schürze. Früher die Berufstracht der Bauernfrauen, hat sich das Dirndl im Laufe der Zeit auch in höheren sozialen Schichten einen Namen gemacht und wird durch unterschiedliche Stoffe, Muster und Details immer wieder dem Zeitgeist angepasst.

Dirndl BH

Der Garant für ein perfektes Dekolleté? – Der sogenannte Dirndl BH, der extra auf die besondere Form des Dirndls ausgerichtet ist und so die Reize der Dame perfekt unterstreicht. Anders als bei normalen BHs sind die Träger des Dirndl BHs an den Seiten der Körbchen angebracht, damit er quasi unsichtbar ist und auch zu sehr weit ausgeschnittenen Blusen getragen werden kann. Damit das Gesamtbild der Dame nicht gestört wird, immer auf die passende Farbe von BH und Bluse achten!

Dirndl Schleife

Wo wird sie denn nun gebunden, die Dirndl Schleife? Rechts? Links? Oder gar in der Mitte? - Links gebunden bedeutet die Dirndlschleife, dass die Dame Single bzw. nicht verheiratet ist, somit stehen die Chancen auf einen Wiesnflirt gut. Wird die Schleife allerdings rechts gebunden, haben Sie eine vergebene oder gar verheiratete Dame vor sich und sollten vorsichtig sein. Vorne in der Mitte gebunden soll die Schleife die Jungfräulichkeit anzeigen, während die Schleife hinten mittig eine Witwe kennzeichnen soll. Kleiner Tipp: Nicht jede Dame weiß über die Symbolik Bescheid, also nur keine Zurückhaltung, auch bei rechtsgebundener Schleife, ein Versuch ist es auf jeden Fall wert.

Edelweiss

Das Alpen-Edelweiss wird als offizielle Wappenblume Bayerns betrachtet und ist in der Trachtenwelt ein beliebtes Schmuckmotiv. Seine heilende Wirkung gegen Bauchschmerzen verlieh dem Edelweiss in früheren Tagen den bayerischen Namen „Bauchwehbleami“. Auch Liebeszauber sollen, alten Geschichten zufolge, unter anderem Edelweiss als wichtige Zutat beinhaltet haben. Vor allem die sehr großen Blüten, sog. Edelweisskönige , standen für Glück. Im Trachtenbereich wird das Symbol bei unterschiedlichen Accessoires wie Ketten, Armbändern, Stickereien & Prägungen verwendet.

Flörl

Der Flörl st der Spitzenbesatz auf der weißen Dirndlbluse rund um den Ausschnitt.

Froschmaulborte

Die Froschmaulborte, in Bayern auch gerne als " Froschgoscherl" bezeichnet, ist eine ganz bestimmte Art der Borte.Sie wird mit ihrer charakteristischen Form gerne und oft verwendet, vor allem um die Dekolletés der Damen zu betonen und zu umschmeicheln. Die Froschmaulborte hebt halbmondförmige Muster plastisch hervor und erinnert so entfernt an die Form eines Froschmauls. Die aufwendige Borte ziert traditionell bereits seit Jahrzehnten hochwertige Kleidungsstücke, vor allem die Ausschnitte der Dirndl, und gilt als Inbegriff handwerklicher Kunst.

Gamsbart

Der Gamsbart ist ein zur Tracht gehörender Hutschmuck für Männer. Er wird aus den Rückenhaaren („Aalstreif“) erwachsener Gamsböcke büschelförmig gebunden. Die hellen Spitzen, der sogenannte „Reif“, sind bei echtem Gamshaar nur wenige Millimeter lang. Gamsbärte, insbesondere große Exemplare, sind recht teuer. Günstiger, aber trotzdem weniger verbreitet ist ein Hirschbart, bei dem der „Reif“ bis zu 2 cm lang sein kann.

Gilet

In Österreich und in der Schweiz versteht man unter einem Gilet schlicht und einfach eine Weste. Da die Trachtenmode ja bekanntlich den Alpenregionen entspringt, wird hier eine festliche Weste aus edlen Materialien auch Gilet genannt. Diese Trachtenweste für den Mann kann von schlicht einfarbig mit Knopfreihe bis zu schimmernd mit dekorativen Mustern reichen. Das Gilet gilt generell als ein wenig festlicher und eleganter als die bekannte Wollweste und kommt mit dem Hirschleder und -hornknöpfen der traditionellen Tracht am nächsten. Auch für Frauen gibt es Giletmodelle, die an ein Miederoberteil erinnern, da sie meistens geschnürt und nicht geknöpft werden.

Haferlschuhe

Nein, der Haferlschuh, liebevoll von den Bayern auch "Hafalschua" genannt, hat nichts mit dem Hafer zu tun. Der robuste Haferlschuh, der zur Tracht getragen wird, hat seinen Namen von den Briten. Sie waren im 19. Jahrhundert auf ihren Reisen in die deutschen und österreichischen Alpen so begeistert von den Bergschuhen, die den Einheimischen als Arbeitsschuhe dienten,dass sie einige Modelle mit "hoam" (nach Hause) nahmen.Modisch abgewandelt brachten die Engländer sie in die ganze Welt und nannten die Halbschuhe „half shoe“. Daraus wurde eingedeutscht Haferl und schon hatten die Haferl-Schuhe den Namen, den sie heute noch tragen. Die hohe Fersenkappe, der Ausschnitt im Knöchelbereich, die Spitze in Schiffchenform und die Orientierung beim Entwurf an der Hufe einer Gemse sollten den Schuh trittfest machen und trotzdem bestmögliche Beweglichkeit bei der Arbeit in den Bergen garantieren. Nucht nur für Herren gibt es verschiedene Modelle, auch die Damen sollten einen Blick wagen.

Hosentürl

Das sogenannte "Hosentürl" hat in vergangenen Zeiten bei den Sittenwächtern des Klerus für Unmut gesorgt. Eigentlich wurde das Hosentürl  aus rein praktischen Gründen in die Lederhosen eingearbeitet.Der Schnitt der Hosen war sehr eng und somit kostete es relativ viel Zeit, sich der Hose zu entledigen, wenn  Mann  mal wieder "bieseln" (urinieren) musste. Das Hosentürl hingegen konnte einfach aufgeknöpft werden, war also äußerst praktisch, wenn es schnell gehen sollte. Noch heute ist das verzierte Hosentürl oder der Hosenlatz ein unverkennbares Merkmal der Lederhosen und wird nun nicht mehr wirklich als schamlos bzw. lüstern getadelt.

Janker

Als Trachtenjanker, auch "Janka" genannt, versteht man in der Trachtenwelt eine halblange Jacke in gerader Schnittform. Er ist traditionell aus Schafwolle gefertigt und hält den Träger somit dementsprechend warm. Der Janker wirkt zwar wie eine dünne Trachtenjacke für Herbst oder Frühling, doch durch die spezielle Bearbeitung der Naturmaterialien zu Walkstoff hat er nicht nur hervorragende temperaturausgleichende Eigenschaften, er ist auch knitterfrei, schmutzabweisend und ausgesprochen strapazierfähig. Er wird gerne bei Wanderungen oder Festen Im Freien getragen und ist durch die Hirschhornknöpfe und die farbig abgesetzten Stoffkanten gekennzeichnet. Meistens ist er  in den Farben grau, rot und grün erhältlich und  für Herren sowie Damen der ideale "Wärmespender" in kalten Trachten-Tagen.

Kettenschnürung

Aus der Bänderschnürung hervorgegangen, ist die Kettenschnürung wohl das auffälligste und schönste Schmuckdetail eines jeden Dirndls. Die über Kreuz gelegten Ketten aus Gold oder Silber geben dem Mieder erst ihr klassisches Aussehen und lenken die Blicke auf das Dekolleté und die Silhouette des Oberkörpers. Heute hat die Kettenschnürung kaum noch  praktische Funktion, - die Dirndl werden überwiegend mit Reissverschlüssen geschlossen, doch früher zurrte man die Mieder noch mit den Bändern bzw. Ketten fest  - sondern dient allein der Optik und macht das Dirndl selbst  zum Glanzstück der Damen.

Kropfbänder

Kropfbänder, bayerisch "Kropfbandl", sind enge Samtbänder mit Verzierungen aus Strass, Perlen und attraktiven Stickereien und werden in der Trachtenwelt statt einer Kette als Halsschmuck getragen. Der Jodmangel war es, der einst das Kropfband populär machte. Jodmangel führt häufig zu einer Vergrößerung der Schilddrüse, es entsteht ein Kropf, der entweder unter Bildung einer Narbe wegoperiert wird oder aber als Knubbel am Hals sichtbar ist. Diesen kleinen Schönheitsfehler kaschierten die Damen im 19. Jahrhundert durch die Kropfbänder, die heute zur Trachtenwelt einfach dazugehören. Versehen mit Goldapplikationen und Silberketten oder aber ganz schlicht und traditionell passen die "Kropfbandl" perfekt zum Dirndl und machen den Damenhals zum Hingucker.

Lederhose

Die berühmte Lederhose, bayerisch auch gerne "Ledane" genannt, ist DIE Tracht für den Herrn und ist meist in 3 unterschiedlichen Längen erhältlich: Einmal die kurze Lederhose, die Kniebundlederhose und die lange Lederhose, die weniger der Tracht als vielmehr der Landhausmode zugerechnet wird. Traditionell besteht die Lederhose aus Wildbock- oder aus Hirschleder und bekommt aufgrund des Materials mit der Zeit eine Patina, die die Lederhose zum echten Original macht. Sie ist mit Hirschhornknöpfen, Stickereien, Zwickel, Messertasche, Kedernaht und anderen klassischen Finessen ausgestattet und ist einfach das "Must-have" für jeden Bayer und alle, die es werden wollen. Doch auch die Damenwelt darf sich freuen, denn früher wie heute ist die Lederhose auch ein wesentlicher Bestandteil der weiblichen Trachtenmode. Also Jungs&Mädels - auf in die Lederhose und die "Lofal", auch Wadenstrümpfe genannt, nicht vergessen!

LinksLinks-Strick

Trachtenjacken und Trachtenwesten sind traditionell im LinksLinks Strick hergestellt. Durch diese Strickart wechseln sich die Maschen so ab, dass die Kleidungsstücke auf beiden Seiten gleich aussehen. Daraus entsteht ein dickes, widerstandsfähiges Gewebe, das vor allem bei den Strickjacken der Trachtenmode für das typische Aussehen sorgt. Möglich wurde der maschinelle LinksLinks Strick Ende des 19. Jahrhunderts, als Durand die Doppelhakennadel auf den Markt brachte.

Lodenhut

Was wäre die Tracht ohne den Lodenhut? Die Kopfbedeckung aus Filz wird auf traditionelle Art hergestellt und vollendet das Trachtenoutfit der Herren . Das Grundmaterial für den Lodenhut ist Schafwolle, die mit Wasserdampf und Stärke behandelt, verfilzt. Die Lodenhüte der traditionellen Trachten werden häufig noch in Handarbeit hergestellt und mit der typischen Hanfkordel versehen.

Mieder

Ein Mieder formt die Taille der Frau und sorgt für den perfekten Sitz des Trachtenkleids. Früher noch waren Mieder unbequem, einengend und eine Qual für die Dame, die es trug. Heute allerdings schmiegen sie sich durch Gummizüge an die Haut an und sind aus angenehmen, weichen Stoffen gefertigt. Durch Schnürungen geschmückt und mit romantischen Rüschen, edlen Spitzen, attraktiven Einsätzen und Details versehen, ist das Dirndl-Mieder ein wichtiger Bestandteil des Trachtenoutfits der Dame, da die weibliche Silhouette und ihre Reize hervorgehoben werden.

Nappaleder

Nappaleder ist ein besonders weiches, chromgegerbtes Glattleder. Die Oberfläche wird nicht abgeschliffen, allenfalls angeschliffen, und behält so die natürliche Beschaffenheit. Das  Nappaleder kann aus den Häuten aller Tiere hergestellt werden, es handelt sich also um einen Oberbegriff für weiches narbenseitig verarbeitetes Leder. Seinen Namen hat das Leder dem amerikanischen Ort Napa Valley zu verdanken, der für die Herstellung hochwertigen Nappaleders bekannt war. Ursprünglich nur die Bezeichnung für Handschuh- und Bekleidungsleder, werden heute Haferlschuhe, Gürtel, Lederwesten, Taschen, Handschuhe und sogar Lederhosen daraus gefertigt, da es ein sehr  widerstandsfähiges Leder ist.

Noagerl

Das sogenannte "Noagerl" ist in Bayern und vor allem auf der Wiesn ein wichtiges Wot. Mit "Noagerl" ist der Flüssigkeitsrest im Glas bzw. hier eher im Masskrug gemeint, der letzte Schluck also, den normalerweise niemand mehr trinken will, da das Bier meist schon abgestanden und lack ist. Ein weiteres Wort in diesem Zusammenhang ist der "Noagerlzuzla" ,die Person, die das stehengelassene, abgestandene Getränk (meist Bier) austrinkt. Meist als Schimpfwort verwendet, ist dieses Wort ein urbayrischer Ausdruck und wird Ihnen am ehesten im vollen Bierzelt zu späterer Stunde begegnen.

Oktoberfest

Erstmals wurde das Oktoberfest 1810 zu Ehren der Hochzeit von Prinz Ludwig von Bayern und Prinzessin Therese in München gefeiert, woher auch der Name des Festgeländes "Theresienwiese" stammt. Im Laufe der Jahre entwickelte sich das Fest in München zu einer festen Gewohnheit und wurde somit zur Tradition. Das international bekannte Oktoberfest, auch „die Wiesn“ genannt, ist nicht nur eines der größten Volksfeste der Welt, sondern auch alljährlicher Treffpunkt vieler Nationalitäten und der Münchner Prominenz ganz unter dem Motto "sehen und gesehen werden“. In diesem Jahr feiert die "Wiesn“ ihr 200-jähriges Jubiläum und gehört somit zu den ältesten Volksfesten überhaupt.

Patina

Patina bezeichnet eine Oberfläche oder Struktur, die durch natürliche oder künstliche Alterung entstanden ist. Im Bezug auf die Lederhosen ist diese Alterung sogar erwünscht, da ihr dies einen ureigenen Charakter verleiht und sie so zum Einzelstück macht!
Das beste Rezept einer Lederhosen eine richtige Patina zu verschaffen ist die Lederhose zu tragen! Denn die perfekte Anpassung an den Körper, ausgeblichene Stellen, Tragefalten und eine gewisse Speckigkeit erreicht man auf dem künstlichen Weg nur schwer.

Pfoad

Der (oder auch das) Pfoad bezeichnet ein Trachtenhemd aus Baumwolle und gilt heutzutage als fester Begriff in der modernen Landhausmode für Männer. Die Bezeichnung stammt aus früheren Zeiten, in denen das Pfoad als Arbeits- oder Unterhemd seine Verwendung fand. Oft wird es nicht nur zur Lederhose getragen, sondern auch zu Jeans oder Cordhose.
Charakteristisch für das Pfoad ist der kleine Stehkragen und die Hirschhornknöpfe.

Plattlerhose

Hose oder Sportgerät? Sie ist aus Leder, endet kurz über dem Knie und ist möglichst eng geschnitten. Sinn der Plattlerhose ist, die größtmöglichste Lautstärke beim Handschlag auf das Leder beim Schuhplatteln zu erzielen, weshalb sie in Schuhplattlervereinen auch Schlaghose genannt wird. Um diesen Effekt zu erzielen wird sie bei der Verarbeitung sehr stark eingefettet. Oft wird die Kniebundlederhose auch als Plattlerhose bezeichnet. Kennzeichnend für diese Art der Lederhosen ist jedoch eine reiche Verzierung, die eher auf eine ansprechende Optik abzielt als auf Funktionalität

Schuhplattler

Der Schuhplattler ist ein bayrischer Tanz, der aus dem Ländler entstanden ist. Er gilt allgemein als eine Art Balztanz, der eigentlich nur von Männern ausgeübt wird obwohl er ursprünglich ein Paartanz war. Zur Pflege der Tradition wird dieser Tanz heute meist nur noch in Heimat- und Trachtenvereinen ausgeübt. Im Vordergrund stehen hierbei die kraftaufwändigen Tanzschritte der Burschen mit den lauten Schlägen auf Schenkel und Fußsohlen sowie das Stampfen und Klatschen.

Stiefelsocken

Passend zu den Haferlschuhen trägt man die Stiefelsocken, die für das perfekte Wiesn-Outfit einfach unerlässlich sind. Denn diese gehören dazu, wie die Schürze zum Dirndl. Um ein angenehmes Tragegefühl zu garantieren, ist die Länge der Stiefelsocken auf die jeweiligen Trachtenschuhe abgestimmt.

Trachten-Accessoires

Mit Accessoires macht man das Dirndl-Outfit zum absoluten Hingucker. Hier lassen sich unzählige Möglichkeiten wie zum Beispiel ein Kropfband mit Edelweiß-Anhänger, Halsketten und Armbänder finden. Traditionell tragen viele auch den Charivari-Gürtel mit seinen kleinen Anhängern. Auch für die Herren gibt es passende Accessoires für den Ausputz.

Trachtentasche

Diese Taschen lassen sich in vielen verschiedenen Variationen und Formen finden. Kriterium einer Trachtentasche ist jedoch, dass sie klassische Elemente der Trachtenmode aufweist wie zum Beispiel ein Edelweiß, eine Stickerei oder Herz- Applikationen. Auch gibt es sogenannte Gürteltaschen, die an der Taille befestigt werden und man somit die Hände frei hat.

Walkjanker

Dies ist eine Jacke aus Wollgewebe, wobei die Wolle hier einem bestimmten Verfahren unterzogen wird, in welchen sie mit Wasser, Wärme und Muskelkraft gewalkt wird. Das macht sie dichter und verleiht ihr eine temperaturausgleichende Eigenschaft. Ergebnis ist der Lodenstoff, meist bekannt von den Trachtenhüten.

Zwickel

Bekannt als verstärkter Einsatz im Schritt bei Strumpfhosen findet man den Zwickel bei der Tracht hinten am Hosenbund. Der dreieckige Stoffeinsatz mit Schnürung dient dazu, die Lederhose in der Weite zu verstellen, denn damals war die Lederhose eine Anschaffung fürs Leben und konnte somit an die jeweilige Figurform angepasst werden.